top of page

Wie ich pleite in Sansibar gestrandet bin 🏝️

  • 15. Mai
  • 2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 23. Juni

Vor 13 Jahren flog ich mit einer Freundin nach Tansania. Wir hatten unsere Matura frisch abgeschlossen und gönnten uns ein Gap Year. Unser Plan war: 6 Monate Afrika. Jung und naiv wie wir waren, passierten uns dort einige Hoppalas. Von einem davon möchte ich euch heute erzählen.


Angekommen in der tansanischen Hauptstadt Daressalam erlebten wir einen heftigen Kulturschock. Es war heiß, laut, voll - und einfach ganz anders als zu Hause. Daher entschieden wir recht schnell, dass wir uns erstmal auf der tansanischen Insel Sansibar akklimatisieren wollen. Im Paradies lässt es sich bekanntlich gut aushalten. Der Kauf der Fährentickets war, ich würde mal sagen, speziell (diese Story verdient aber fast einen eigenen Blogbeitrag 😉).

Kurz zusammengefasst, wir wurden richtig über den Tisch gezogen und zahlten "Lehrgeld". Schwamm drüber, wir hatten Tickets und freuten uns auf das Inselparadies Sansibar!


Das Akklimatisieren haben sie auf der Fähre leider zu wörtlich genommen. Wir hatten (nicht bewusst) erste Klasse Tickets gekauft und saßen nun im Erste-Klasse-Abteil des Schiffs, der aber leider übertrieben klimatisiert wurde. Zweites Learning: Immer einen Schal dabei haben, denn du weißt nie was dich in klimatisierten Räumen erwartet 🥶. In Sansibar angekommen sind wir dann aber schnell wieder "aufgetaut". Ein Fahrer brachte uns von Stone Town zu unserer gebuchten Unterkunft auf der anderen Seite der Insel. Aufgrund der holprigen Straßen sind wir fast ausschließlich im Schritttempo gefahren, dementsprechend lange hat die Fahrt gedauert.


Bis zur Ankunft im Resort machten wir uns keine Sekunde Gedanken darüber, wie viel Bargeld wir dabei hatten - man kann ja eh mit Karte zahlen, oder?

Leider nein! Wir kratzten erstmal unsere gesamten tansanischen Schilling zusammen und zogen Bilanz. Das Resultat war, dass wir uns vier Übernachtungen inkl. Frühstück leisten konnten. Zusätzlich kalkulierten wir pro Tag und pro Person eine 1,5 Liter Flasche Wasser sowie zum Abendessen eine Suppe und ein Getränk ein. Das Personal dachte bestimmt, wir sind auf Diät 😅


Abgesehen von unseren finanziellen Problemen, haben wir den Aufenthalt dort sehr genossen. Glasklares Wasser, weißer Sandstrand, Palmen - was will man mehr! Vor allem die Ebbe und Flut hat uns beeindruckt. Sobald Ebbe war, strömten die Einheimischen aus, um ihre Algenplantangen zu pflegen, Fische, Muscheln und andere Meerestiere aufzusammeln oder um einfach mal Hallo zu sagen. Bei Flut wiederum konnte man direkt von der Hotelanlage ins Wasser springen. Der Unterschied ist verrückt!


Bis zum letzten Tag haben wir uns streng an unseren Finanzplan gehalten - uns blieb eh nichts anderes übrig. Dann aber schnappten wir zufällig ein Gespräch von anderen Gästen auf, wie super es nicht ist, dass man im Hotel mit US-Dollar und sogar mit Euro bezahlen kann. Gamechanger!

Mit unseren Euros, die wir von zu Hause noch dabei hatten, konnten wir uns ein richtig feines Abendessen leisten. Wir bestellten Vorspeisen, Hauptspeisen, Desserts und stießen mit einem Bier auf unseren "Diät"-Urlaub in Sansibar an 🍻



Hier ein paar Impressionen von Sansibar 📷



📸 Marlene Fellner

 
 
 

Kommentare


Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Bitte den Website-Eigentümer für weitere Infos kontaktieren.
bottom of page